Start: [[2025-08-01]] Veröffentlicht: [[2025-08-01]] Geändert: > [!done] Grün: Keine Spoiler [[Lisa Cron|Lisa Cron]] vertritt einen figurenbasierten Ansatz in der Storyentwicklung - und so wundert es nicht, dass sie nach dem [[What if - Einleitung|"What if?"]] empfiehlt, tiefer in den Character Arc der Hauptfigur einzusteigen. Es lohnt sich, ihre Begründung zu lesen, weshalb die Hauptfigur so wichtig ist - und warum es immer genau eine Hauptfigur gibt, nie mehrere. Sie argumentiert neurowissenschaftlich: Der evolutionäre Grund, weshalb wir uns als Menschen so für Geschichten interessieren, sei, weil wir dadurch potenziell gefährliche Situationen virtuell durchspielen und so gefahrlos auf die Schrecken der Realität vorbereiten können. Das gilt für physische Herausforderungen, aber vor allem auch für soziale. Für Menschen sei es überlebenswichtig, einschätzen zu können, wie andere denken - und dabei hilft es, in die Erlebniswelt einer Figur einzutauchen. Sie zitiert empirische Erkenntnisse, nach denen wir beim Lesen einer Geschichte tatsächlich “miterleben” mit der Hauptfigur - und das geht nur, wenn es auch eine gibt. Aus AuDHD Perspektive finde ich daran besonders interessant, dass es mir erklärt, warum ich - wie so viele andere maskierende Autist:innen - eine solche Leseratte war: Es ermöglichte mir etwas, das Autismus von Geburt an schwer macht - die Motive anderer Menschen einzuschätzen. Für die Romanentwicklung wird es hier besonders herausfordernd, präzise und objektiv zu sein. Denn bislang ist mir [[Peter Pankratius Pek - Old Version]] sehr ähnlich - und auch wenn das bis zu einem gewissen Maß so bleiben soll, möchte ich diese Übung doch nutzen, einen eigenen, in sich stimmigen Charakter zu schaffen, bei dem es mir leichter fällt, streng zu sein. Legen wir los mit [[Schritt 1 - Skizze Hauptfigur zu Beginn der Geschichte|einer Skizze von Peter, bevor das Unheil über ihn hereinbricht]]. ![[Links & License#^c7e67d]]