#dasbuchdasdieweltgesundmacht #neustart #schreibkrise #hauptfigur
> [!quote]- Publication Status
> **Version:** 1.0 | **Status:** Freies Brainstorming
> **First published:** [[2025-11-09]] | **Last updated:** [[2025-11-09]]
# Hauptfigur
*By [Florian Prittwitz-Schlögl](https://www.linkedin.com/in/prittwitzschloegl) · Licensed under [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/).*
So, ich glaube, hier liegt der Hund eigentlich begraben. [[Peter Pankratius Pek - Old Version|Peter]] ist mir in allen früheren Versionen schlicht zu ähnlich. Und dadurch bin ich nicht Schriftsteller, sondern irgendwie eher so was wie Autobiograph. Und darauf habe ich einfach keine Lust mehr.
Die Grundidee würde ich dennoch gerne behalten:
![[01 - What If und Grundidee#^3eddbf]]
Doch was wäre, wenn diese Person, die ihr ganzes Leben lang vergeblich versucht hat, ihren Platz in der Realität zu finden, jemand völlig anderes ist als ich?
Beim Träumen und Nachdenken bin ich immer wieder auf die Idee gekommen, aus der Sicht eines Mädchens bzw. einer jugen Frau zu schreiben. Und irgendwie fühlt es sich an, als sei sie eine Prinzessin. Das doofe ist - damit sind wir weit weg von unserer echten Realität. Aber vielleicht wäre das gar nicht so schlecht?
Wenn ich mal ganz offen darüber nachdenke - was weiß ich über meine Hauptfigur zu Beginn?
- Ich weiß, dass sie **vergeblich versucht hat, ihren Platz in der Realität** zu finden. Was auch immer das konkret heißt.
- Ich weiß, dass er oder sie unentdeckt (und unvermutet) **autistisch** ist (und, sehr wahrscheinlich, auch **[[!🧭 Unmasking|ADHD]]** und **hochbegabt**) - oder, alternativ, eine andere Eigenschaft hat, die ähnlich funktioniert (falls wir ein einer Fantasiewelt starten)
- Ich weiß, dass er oder sie das Gefühl hat, **die Welt bräuchte Heilung**, nicht sie selbst. Warum auch immer.
- Ich weiß, dass er oder sie irgendwie auf die Idee kommt, diese Heilung könnte von einem **Buch** ausgehen.
Ich glaube, es ist an der Zeit, eine Kreativitätstechnik einzusetzen, sonst komme ich hier nicht weiter. Ich nutze die Ideenmatrix, um möglichst viele Ideen zu erzeugen.
Als Basisbegriffe für die Ideenmatrix verwende ich:
1. Buch als Mittel und Lösung
2. Die Welt gesund machen
3. Versuchen, seinen Platz in der Realität zu finden
4. Scheitern
5. [[!🧭 Unmasking|Autismus]]
6. ADHS/Hochbegabung
7. [[Die unendliche Geschichte|[[Die unendliche Gesc]]hichte|Unendliche Geschichte]]
8. Maskierung/Weglaufen
9. Flucht
#### Ideenmatrix mit Zufallszahlen
| **8** | **2** | **3** |
| --- | --- | --- |
| **5** | **6** | **1** |
| **4** | **7** | **9** |
### Paarungen
- 8: Maskierung/Weglaufen
- 2: Die Welt gesund machen
- 6: ADHS/Hochbegabung
- 5: [[!🧭 Unmasking|Autismus]]
- 1: Buch als Mittel und Lösung
- 2: Die Welt gesund machen
- 3: Versuchen, seinen Platz in der Realität zu finden
- 1: Buch als Mittel und Lösung
- 6
- 5
- 3
- 8
- 5
- 1
- 6
- 5
- 6
- 7
- 4
- 9
- 6
- 1
- 9
- 7
- 4
- 1
- 5
- 4
- 9
- 7
- 4
- 7
- 2
- 8
- 3
- 7
- 9
- 3
- 2
- 8
- 9
- 4
- 8
- 3
- 2
## Wer ist [[Peter Pankratius Pek - Old Version|Peter]]?
Okay, wir gehen jetzt einfach. Frage für Frage vor.
### 1. Welt
Die erste Frage ist, lebt Peter in der Realität oder lebt Peter bereits in einer fantasiewelt, bevor er nach auf die Insel kommt?
Was spricht dafür Peter in eine fantasiewelt zu versetzen?
1. Auf dem ersten Blick nicht viel, denn wenn die kernidee ist, dass jemand an der Realität scheitert, um in die Fantasie zu fliehen, dann lässt sich das sehr schwer erzählen innerhalb einer fantasiewelt
2. Wenn ich es dann noch durchplane durch denke, ein Vorteil wäre, dass ich die Realität, in der am Anfang lebt, so designen könnt, wie ich das möchte. Ich könnte also zum Beispiel Dinge, die ich erzählen möchte, die eher innerlich oder subtil sind, in dieser Welt größer machen und deutlicher und es dadurch dramatischer machen und leichter verständlich
3. Wenn ich aber nach einem echten Grund in der Geschichte Suche, dann würde ich sagen eine richtige fantasywelt kann es nichts sein, was es sein könnte. Wäre so eine historisierende Variante unserer Realität? So ein bisschen wie in so weihnachtskinder Filmen? So etwas was so ein bisschen süßlicher und ein bisschen romantischer ist und was so was märchenhaftes ergibt. Das hätte den Vorteil, dass ich die Probleme dir hat, in dieser Welt Symbole stärker zeigen könnte
Was spricht dafür die Figur in der Realität anzusiedeln?
- Das Thema. Es geht um die Frage bin ich Teil. Die Spannung Realität und Fantasie ist also ein zentrales Thema meiner Geschichte, was dafür sprechen würde, dass beide Welten vorkommen müssen.
- die Tatsache, dass er die Möglichkeit hat, in eine magische Welt zu wechseln, ist sehr viel interessanter, spannender und bedeutungsvoller, wenn er in einer Welt lebt, wo man das nicht erwartet, weil man erstmal davon ausgeht, dass es keine Magie und ähnliches gibt
- meine zentrale Inspiration ist die unendliche Geschichte und ich habe mein ganzes Leben lang Portal [[Fantasy]] geliebt. Insofern soll es wohl so sein, auch wenn es schwer ist
> [!important] Entscheidung Welt
> Peter lebt in der Realität
### 2. Geschlecht
So die nächste Frage ist, welches Geschlecht hat meine Hauptfigur?
Also, was ich sicher weiß ist, dass ich eine queere Figur schreiben möchte, einfach, weil es zu wenige queere Figuren gibt.
Was spricht dafür, dass meine Hauptfigur zumindest äußerlich oder eine Sozialisation männlich ist?
- ich kenne mich damit einfach besser aus. Ich in Versuchung gerade meine eigene biografie zu sehr zu nutzen
- das Thema Leistung Behinderung Realität und so weiter ist tendenziell eher ein Bruch mit maskulinen. Normen, das heißt eine männliche Figur. Gib mir höhere fallhöhe
- ich selber habe eine große emotionale Nähe zu Männern und mein Publikum wird den weiten Teilen. Schwul sein. Das heißt, das ist wahrscheinlich einfacher für mich und mein Publikum, eine Sympathie und eine Nähe für eine männliche Hauptfigur zu entwickeln, insbesondere wenn sie schwul ist
- die remineszenz an die unendliche Geschichte würde auch für eine männliche Hauptfigur sprechen
- und vor allem es gibt eine ganze Reihe von Themen, die automatisch zu verhandeln wären. Wenn mein Hauptfigur nicht männlich ist, um die es mir aber im Kern nicht geht. Das heißt, es spricht viel dafür, dass er männlich ist
Die gegenprobe. Was spricht dafür, dass meine Hauptfigur eine Frau ist oder zumindest weiblich gelesen wurde?
- ich glaube, ich wäre freier in meiner Fantasie. Ich könnte kreativer wirklich eine kunstfigur schaffen und hätte deutlich weniger Mühe. Mich von meiner eigenen biografie abzugrenzen
- vielleicht lässt sich bei einer Frau die Schafe Abgrenzung von der Fantasie und der internalisierte ableismus noch besser erzählen. Gerade durch den Kontrast zum stereotyp
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