# Signatur Story Schnittmuster 1 - Purpose-basiert
> [!info] Wofür dieses Schnittmuster
> Eine kurze, packende **Headline / Selbstbeschreibung** entwickeln — eine Zeile plus ein paar Bullets, die auf den Punkt bringen, was du für andere tust und was dich dabei besonders macht. Ausgangspunkt ist dein **Purpose / deine Mission**: das, was du wirklich bewirken willst, übersetzt in eine Sprache, die andere sofort verstehen (und mögen).
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> Warum das lohnt: Eine gute Headline zieht die Gelegenheiten an, die du *wirklich* willst, bringt deine praktische Realität und dein echtes Ich näher zusammen — und wirkt tiefer, weil sie authentisch ist.
> [!tip] Geist der Übung — bevor du loslegst
> - **Speed gewinnt.** Lieber roh und fertig als perfekt und stecken geblieben.
> - **Menge vor Güte** beim Sammeln. Erst breit, dann verdichten.
> - **Erst Chaos, dann aufräumen.** Kritzeln, laut reden, Stichworte — alles erlaubt.
> - Rechne mit **~1–2 Stunden**. Timer hilft.
> - **Kreativität braucht Grenzen**: Es hilft, ein enges Strickmuster zu befolgen, um kreative Blockaden zu umgehen. Deshalb mein Rat - halte Dich erstmal streng an die Vorgaben, auch wenn Du es selbst anders machen würdest. Ganz am Ende, wenn Du was gutes hast, kannst Du das Ergebnis natürlich gerne so umgestalten, wie Du es Dich formulieren würdest. Aber diesen Überarbeitungsschritt kannst Du nur machen, wenn Du gutes Material hast - und dabei hilft der “Lückentext”
> [!note] Voraussetzung
> Du brauchst eine grobe Formulierung deines **Purpose / deiner Mission** im Kopf — welchen Unterschied du in der Welt machen willst, für wen. Falls du das noch nicht hast: Auf [found-blog.de/purpose-finden](https://www.found-blog.de/purpose-finden/) gibt es ein kostenloses E-Book — *6 packende Abenteuerreisen zu deinem persönlichen Fundament* — das dich Schritt für Schritt dahin führt. Mach das zuerst, dann komm hierher zurück.
## Schritt 1 — Rohmaterial aus Purpose und Realität zusammenbringen (20 Min.)
Deinen Purpose in Richtung „was habe ich für andere davon” übersetzen:
- Schreib freestyle (egal wie lang, einfach runter, versuch immer weiter zu schreiben, wenn du stockst, schreibe die Fragen aus oder die “ich weiß gerade nicht was ich schreiben soll, aber mir fällt ein...” Gedanken): Was ist der **Kern-Unterschied**, den ich im realen Leben (Familie, Sozialleben, Beruf etc.) für andere mache? **Für wen** genau? Welches **Problem oder welchen tieferen Bedarf** löse ich? Was kann ich richtig gut, womit? Woran sieht man das — welche **Erfahrung, welcher Track Record** steckt dahinter?
- Unterstreiche in diesem Textkonvolut alle Worte, die dich wirklich ansprechen (ca. 20–30 %).
- Mach dir eine Kopie (oder schreib die unterstrichenen Worte nochmal auf) und unterstreiche wieder (ca. 20–30 %).
- So lange, bis du ein Bündel **Kernworte** hast — starke Verben, konkrete Bedarfe, dein Besonderes.
- Diese Kernworte sind dein Rohmaterial für Schritt 2.
## Schritt 2 — Roh-Headline bauen mit dem Gerüst (20 Min.)
15–20 Min. sehr grober Entwurf. Nicht feilen — füllen. Nutze dieses Gerüst:
> **Headline:**
> **„Ich [Starkes, aktives Verb]-e [wen?], um [welches Problem / welchen tieferen Bedarf?]“**
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> **Value-Bullets (1–3):**
> **„[Konkreter Nutzen] — weil/durch [Beleg / Erfahrung / Track Record]”**
>
> **Persönlichkeits-Bullet (1):**
> **„[weicher, menschlicher Zusatz-Nutzen] — weil/durch [Beleg / Erfahrung]“**
- Bei Blockade: `[XYZ]` in Klammern setzen und weiterschreiben.
- Verrückte Sprache, Emojis, Kritzeleien — erlaubt, du editierst später.
- Timeboxing hilft.
> [!important] Die entscheidende Zeile
> Die **Headline** ist der Kern — sie muss den Nutzen für andere greifbar machen, nicht deine Aufgabe in Job oder anderen realen Kontexten beschreiben. „Ich Ent-Langweile Thema X für Y” schlägt „Senior-X-Managerin“. Nimm dir hier bewusst einen Moment: Ein starkes Verb und ein echter Bedarf machen den ganzen Unterschied.
## Schritt 3 — Schärfen und griffig machen (20 Min.)
- **Pause.** Mach Pause, gewinne Abstand. Dann weiter mit neuem Blick.
- **Laut vorlesen.** Wo du stolperst, ist die Sprache noch nicht deine.
- **Kürzen bis es knackt** — raus mit allem, was erklärt statt zeigt.
- Trau dich zu **zuspitzen**: ein starkes Bild schlägt drei brave Sätze.
- Ziel: Headline plus 2–3 Bullets, die du **frei sagen** kannst und die sich nach dir anfühlen.
- Wichtig: Wir sind immer noch 80:20, es muss nicht perfekt sein, nur „irgendwie griffig”.
> [!success] Fertig, wenn…
> …du die Headline einmal laut sagst und denkst: *Ja — das bin ich, und das würde ich mir zutrauen, so über mich zu sagen, auch wenn es noch nicht in allen Details perfekt ist.*
## Schritt 4—Make it yours (Rest des Lebens)
Jetzt, wo Du das “Strickmuster” hast, mach es zu deinem. In Form, Inhalt, Tun. Probiere aus, ändere wie Du magst. Ab jetzt hast Du völlige Freiheit zu gestalten - und eine ziemlich gute Vorlage als Startpunkt.